Verein "Dr. Maria Reiche - Linien und Figuren der Nasca-Kultur in Peru" e.V.

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Astronomische Untersuchungen
Die astronomische These ist eine der vielen Theorien über die Entstehung und ursprüngliche Bedeutung der Linien und Geoglyphen in der Pampa von Nasca. Eine Vertreterin dieser Theorie war Dr. Maria Reiche. Sie vermutete in den Zeichnungen eine frühe Kalenderanlage der Nascaindianer. Diese Theorie zu untersuchen und damit die Arbeit von Maria Reiche fortzuführen, war ein Schwerpunkt des Forschungsprojektes.
In diesem Zusammenhang wurden im Rahmen von mehreren Abschlussarbeiten an der HTW Dresden, Fakultät Geoinformation Programme erstellt, die es ermöglichen, Korrelationen zwischen Linien und Flächen in der Pampa und Positionen von Sternen, Planeten, Sonne und Mond zur Nasca-Zeit zu bestimmen bzw. zu prüfen.
Weitere Informationen dazu finden Sie unter: Diplomarbeiten -> G. Ströer

Im Rahmen des Projektes wurden ausschließlich gerade Linien und Flächen hinsichtlich ihrer Ausrichtung auf Sonne, Mond und insgesamt 25 sehr helle Sterne untersucht. Im Ergebnis fällt auf, dass nur rund vier Prozent aller untersuchten 6316 Linien und Flächen eine Korrelation mit der Sonne, aber etwa doppelt so viele Linien eine Korrelation mit dem Mond aufweisen. Dies deckt sich mit den Aussagen von Maria Reiche, dass für die Küstenvölker die Mondverehrung eine größere Rolle spielte, als der bei den Andenvölkern verbreitete Sonnenkult.
Die höchste Trefferquote von rund 78 Prozent konnte mit den ausgewählten Sternen erzielt werden.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Bodenzeichnungen theoretisch durchaus als Kalendersystem interpretiert werden könnten. Dennoch lässt sich diese Theorie nicht mit Sicherheit bestätigen, da es keine schriftlichen Aufzeichnungen aus der Nasca-Kultur gibt, die diese statistischen Untersuchungen untermauern. Es liegt jedoch die Vermutung nahe, dass die Himmelskörper bei der Anlage der Zeichnungen eine Rolle gespielt haben.

 

 
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